Podersdorf gegen SCZ 0:6 (Reserve 5:0)

Podersdorfer Brutalos und überforderter Schiri können SCZ-Kantersieg nicht verhindern
Mit einer gehörigen Portion Frust im Gepäck reisten die Zillingtaler diese Woche nach Podersdorf, nachdem man sich mit den letzten beiden Niederlagen aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet hatte. Da kam der Tabellenletzte Podersdorf gerade recht zur Frustbewältigung.
Dass man sich von Podersdorf keine fußballerischen Gustostückerln erwarten konnte, war von Beginn weg klar, aber was sich dann auf dem Rasen zutrug, entbehrte jeder vernünftigen Freizeitsport-Ausübung, die auch Spaß machen und die Gesundheit nicht gefährden soll.
Nach wenigen Minuten die erste Skandalszene: SCZ-Routinier Sira schnapp sich hinten das Leder und überspielt sehenswert zwei Podersdorfer, danach spielt er den Ball überlegt rechts in den freien Raum, doch die Szene fand ein übles Ende, denn der Podersdorfer Bashir Mohamud springt Sira ohne jede Chance auf den Ball und völlig zweckentfremdet von hinten in die Beine, Sira verdreht es dabei den Knöchel so stark, dass er mit Verdacht auf Bänderriss das Spielfeld verlassen musste und Zillingtal bereits nach 5 Minuten den ersten Tausch durchführen musste.
Auch Schiri Tatzber zeigte in dieser Szene wenig Kompetenz, denn das Foul wurde nach vorerst gegebenem Vorteil in keiner Weise geahndet und Übeltäter Mohamud kam völlig ungeschoren davon.
Sofort danach die nächste Attacke von Mohamud, als er von Vörös an der linken Outlinie überdribbelt wird und wieder von hinten ohne Chance auf einen Ballkontakt nachtritt. Hier wurde das Foul zwar gepfiffen, Mohamud kommt aber wieder ohne jegliche Verwarnung davon, stattdessen legte Schiri Tatzber mehr wert auf lächerliche Reglement-Kleinigkeiten, wie Ordnerschleifen und Coachingzonenbegrenzungen. Die Hauptaufgabe eines Schiedsrichters, nämlich einen flüssigen Spielverlauf sicherzustellen und Spieler bei brutalen Attacken mit entsprechendem laut Reglement erforderlichen Durchgreifen zu schützen, blieb über die gesamte Spieldauer völlig auf der Strecke.
Nach 15 Minuten vermochte alles harte Einsteigen der Podersdorfer nichts mehr zu helfen und Zillingtal ging nach Vörös-Corner durch Szanto 0:1 in Führung, der einen Abpraller aus kurzer Distanz verwertete.
Mit dem Vertrauen auf die zuvor nicht geahndeten Verletzungsversuche agierten die Podersdorfer weiterhin völlig besinnungslos mit Härteeinlagen, die mit körperbetontem Spiel nichts mehr zu tun hatten.
In Minute 35 dann die nächste schauderliche Szene: Momo Üzen wird herrlich freigespielt und läuft allein aufs Podersdorfer Tor zu, kurz vor der Strafraumgrenze kommt Podersdorfs Kolarik zwar nicht mehr in Ballnähe, entschließt sich dann aber statt dem Ball einfach Üzens Beine abzuräumen und zieht mit voller Kraft von hinten durch, so dass Üzen momentan gar nicht wusste, wie ihm geschah, da er nun statt dem Torjubel erstmal am Boden zu sich kommen musste und aber zum Glück nur mit einer Prellung weiterspielen konnte.
Auch hier waren die Prioritäten von Schiri Tatzber sehr eigenartig eingestuft, denn statt Kolarik sofort mit der regelkonformen roten Karte vom Feld zu schicken, verlegte er sich lieber auf das zurechtweisen mancher aufgebrachter Zillingtaler, die in dieser Szene große Sorge um die Gesundheit ihres Kapitäns und Spielmachers haben mussten, so wurde auch Szanto noch vor allen anderen Amtshandlungen vom Referee noch mit Gelb sanktioniert, bis sich Tatzber dann doch dazu aufraffen konnte, den völlig außer Kontrolle geratenen Podersdorfer Kolarik zu sich zu holen, und wie man sich aus den ersten Minuten erwarten konnte, fand Herr Tatzber auch hier alles andere als die richtige Lösung laut Regelbuch, er zeigte nämlich nur Gelb, worüber sich jeder am Sportplatz nur wundern konnte.
Der Freistoß danach brachte nichts ein, und so dachten auch die Podersdorfer weiterhin nicht daran, ihre Gangart fern ab von jedem Qualitätsanspruch im Fußball zu ändern, denn wenige Minuten später war es wieder Kolarik, der kräftig zulangte, und nun endlich fand auch Schiri Tatzber den roten Karton in seinen Taschen, allerdings erst nachdem er Kolarik die zweite Gelbe zeigte, wieder eine Entscheidung abseits der Fifa-Regelvorgaben, denn jeglicher Ermessensspielraum war bei der Brutalität und der Verletzungsabsicht der vielen Attacken längst erschöpft.
So ging es für Zillingtal zwar mit einer 0:1 Führung und numerischer Überlegenheit in die Kabine, trotzdem musste man nun erstmal seine Wunden lecken. Absolut niveaulos müssen auch Teile des Podersdorfer Publikums bezeichnet werden, welche die Kungfu-artigen Attacken auch noch lustig fanden und Spieler, die mit Schmerzen auf dem Boden lagen, wurden auch noch gehänselt. Hier muss man allen Zillingtaler Spielern ein großes Kompliment aussprechen, denn keiner von ihnen ließ sich zu Undiszipliniertheiten hinreißen und man gab die Antwort am sportlichen Weg.
Daniel Schrot, der erstmals im Sturm aufgeboten wurden erwies sich als Goldgriff und drehte in Halbzeit Zwei gleich richtig auf. So erzielte er nach herrlichem Spielzug per Kopf das 0:2 in Minute 61 und legte per Flachschuss in Minute 63 gleich das 0:3 drauf.
Danach waren die Podersdorfer gebrochen und auch von den vorher äußerst provokativen Rängen hörte man keinen Ton mehr. So konnten Dominik Pöpperl, Rene Kaiser und Soner Degirmenci auch noch jeweils einen Treffer nachlegen und dann war auch dieses Kapitel in der heurigen Saison mit 0:6 beendet.
Ein Schmankerl lieferte kurz vor Schluss dann nochmals Schiri Tatzber, als er bei einem Spielerwechsel den einzuwechselnden Spieler wegen 2 Sekunden zu frühen Einlaufens zurück zur Outlinie genau vor der Tribüne beorderte und eine ausgedehnte Standpauke abhielt, die in ihrer Art und Weise wie zahlreiche andere mündliche Ermahnungen zuvor äußerst grenzwertig war und weder in der Champions-League, noch in der 2. Klasse so ihre Berechtigung findet.
Außerdem muss noch gesagt werden, dass die Spielphilosophie des SC Zillingtal durchaus einen temporeichen und auch körperbetonten Fussball vorsieht, allerdings soll bei jedem Zweikampf einzig die Balleroberung, aber nicht die Verletzung eines Gegenspielers das Ziel sein. Eine Spielweise, wie jene von Podersdorf, die auch noch viel zu lange von Schiri Tatzber geduldet wurde, hat mit dem eigentlichen Sinn eines Bewerbsspiels, egal in welcher Liga, wenig gemein und wir hoffen für die letzten Runden, dass jene Teams, die noch gegen Podersdorf antreten müssen, ohne Verletzungen davonkommen.

Bericht:
Franz Bureš
Trainer
SC Zillingtal

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Jois gegen SCZ 3:1 (Reserve 1:2)

Jois stoppt Zillingtal im Aufstiegskampf
Die 21. Runde brachte mit Jois gegen Zillingtal ein direktes Duell um Platz 2 in der Tabelle. Zillingtal musste diesmal den gesperrten Benni Vörös und noch immer Istvan Síra vorgeben.
Das Spiel verlief zu Beginn jedoch ohne große Höhepunkte und so gab es bis zur Halbzeit nur 2 Torchancen zu sehen, Zillingtal verzeichnete durch Vörös Attila einen Freistoß, der abgefälscht gefährlich aufs Tor kam, der Joiser Keeper Steurer konnte jedoch gerade noch abwehren, auf der anderen Seite kam Jois kurz vor der Halbzeit plötzlich nach Flanke von links alleinstehend vor Mauthner zum Schuss, der Ball landete jedoch am dahinter liegenden Tennisplatz. So ging es mit dem 0:0 auch in die Pause.
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Wulkaprodersdorf gegen SCZ 0:2 (Reserve 1:0)

Zillingtal setzt sich auch in Wulka durch
Die Ausgangslage vor dem dieswöchigen Duell zwischen Wulkaprodersdorf und Zillingtal war klar, wer weiter im Aufstiegsrennen bleiben wollte, musste diese Partie gewinnen, mit einem Unentschieden hätten ebenfalls beide an Boden verloren, daher durfte man sich ein rasantes Spiel mit viel Offensivdrang auf beiden Seiten erwarten.
Und das Spiel hielt, was die Ausgangslage versprach, wobei Wulka zu Beginn besser ins Spiel fand und mehr Ballbesitz verzeichnen konnte. Zillingtal musste diesmal auf die beiden gesperrten Spieler Vörös Attila und Heinrich Dominik verzichten, dazu fehlten weiterhin die Langzeitverletzten Síra und Prinz, allerdings konnte sich Rene Kaiser wieder fit melden nach langer Absenz wegen Meniskusproblemen und auch Serhat Cuhadar war von seiner dienstlichen Verhinderung der Vorwoche wieder befreit, dazu griff Trainer Bures noch in die Trickkiste und reaktivierte wie schon in Runde 1 Mani Hartner, der aufgrund seiner zeitraubenden Tätigkeit bei der Feuerwehr-Wettkampfgruppe Zillingtal dem Fussball eigentlich schon den Rücken gekehrt hatte.
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SCZ gegen Oslip 2:1 (Reserve 2:2)

Schwieriger Pflichtsieg gegen Oslip

Nachdem die nach wie vor schwer dezimierte Zillingtaler Mannschaft zuletzt die erste Niederlage im Frühjahr bei Tabellenführer Hornstein verarbeiten musste, war nun Oslip der Gegner, wobei man sich gegen den 11. der Liga daheim einen Pflichtsieg erwartet hatte. Wie so oft erwies sich diese Aufgabe als schwieriges Unterfangen.

Etwas dubios schwächte man sich in Zillingtal zunächst selbst, nachdem Innenverteidiger Maric den Treffpunkt zeitlich verpasste und erst kurz vor Spielbeginn am Sportplatz eintraf. So musste Trainer Bures den bereits 60 Minuten in der Reserve im Einsatz gewesenen Schurli Bruckner kurzer Hand in die Startelf beordern und auf dessen Fitness hoffen.
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Hornstein gegen SCZ 1:0 (Reserve 6:0)

Knappe Niederlage beim Tabellenführer
Im Frühjahr noch ungeschlagen reiste der Zillingtaler Tross an diesem Samstag zum überlegenen Tabellenführer nach Hornstein. Nach der ohnehin schon langen Verletztenliste kamen letzte Woche auch noch Legionär Síra mit Muskelverletzung und Bruckner mit Gelb-Rot-Sperre zu den verhinderten Spielern hinzu. Dennoch fuhr man nicht nach Hornstein, um sich dort in Ehrfurcht zu ergeben.
So gestaltete sich das Spiel auch lange Zeit offen, nachdem der Ankick erst verspätet erfolgen konnte, da man auf Verteidigungsminister Doskozil warten musste, dessen Limousine mit Gefolge zur Beginnzeit um 17:00 Uhr noch nicht angekommen war, der aber dann doch den Ehrenankick durchführte.
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